Kabliman, Evgeniya

Physikerin/Werkstoffwissenschaftlerin (AIT, Austrian Institute of Technology)


Über mich:

Ich habe an der Staatlichen Universität Südural in Russland „Angewandte Mathematik und Physik“ studiert. Während meines Studiums habe ich einige Auszeichnungen und Stipendien bekommen, aber die Schlüsselrolle hat mein Professor gespielt. Ende 2011 habe ich an der TU Wien in der Fachrichtung „Technische Wissenschaften“ promoviert und seitdem arbeite beim AIT als Wissenschaftlerin. In meiner wissenschaftlichen Karriere habe ich mich bereits mit mehreren, unterschiedlichen Themen beschäftigt, aber bin dem Bereich der Werkstoffwissenschaft treu geblieben. Ich bin verheiratet und habe eine Tochter.

Bei meiner Berufswahl unterstützt oder inspiriert haben mich:

Meine Eltern, die auch eine technische Ausbildung haben, und auch eine Freundin meiner Großmutter, die eine Physiklehrerin war.

An meiner Arbeit besonders interessant finde ich:

Eine wissenschaftliche Karriere bietet nicht nur die Chance, an den großen Technologien der Zukunft zu forschen, sondern auch die Möglichkeit, die SpezialistInnen aus mehreren Fachdisziplinen zu treffen. Für mich sind diese Fachgespräche und der Wissensaustausch von großem Wert.

Die Herausforderungen in meinem Beruf sind:

Die Werkstoffwissenschaft ist ein sehr spannendes Thema. Man braucht viel Wissen von physikalischen Prozessen, die in unterschiedlichen Materialien stattfinden. Insbesondere in meinem Forschungsbereich, der numerischen Modellierung.

Mein Arbeitsalltag sieht folgendermaßen aus:

Ich beschäftige mich hauptsächlich mit numerischen Simulationen und verbringe viel Zeit am Computer. Ich versuche mit Algorithmen und Formeln zu berechnen, wie sich ein Werkstoff z.B. Aluminium beim Erhitzen oder Verformen verhält. Ob meine Theorie stimmt, sagen mir meine KollegInnen aus dem Labor, die meine theoretischen Modelle in Experimenten überprüfen. Wie die meisten ForscherInnen leite ich auch eigene Projekte, veröffentliche meine Ergebnisse in Fachmagazinen und tausche mich mit anderen WerkstoffwissenschaftlerInnen auf nationalen/internationalen Tagungen aus.

Meine Botschaft an Maturantinnen:

Ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium ist nicht leicht. Aber auch, wenn es am Anfang schwer ist, halte durch, es lohnt sich!