Portraitfoto Zsófia Szalavári

Zsófia Szalavári

Portraitfoto Zsófia SzalaváriUniversität: Universität Wien
Studiengang: Astronomie BSc (abgeschlossen)
Sprachen die ich spreche: Deutsch, Ungarisch, Englisch, Französisch

Das könnte ich mit meinem abgeschlossenen Studium machen:
Am liebsten an einem Forschungsinstitut oder an einer Universität arbeiten und versuchen die offenen Fragen über die Entstehung und Entwicklung des Universums zu beantworten, und/oder in der Öffentlichkeitsarbeit an Museen oder Schulen arbeiten und das viele faszinierende Wissen über Planeten und Sterne und Galaxien an die nächste Generation weitergeben.

Mein Einstieg an der Uni/FH war:
Aufregend und anstrengend – das Tempo an der Uni ist um einiges höher als an der Schule und man muss unbedingt von Anfang an am Ball bleiben, sonst steht man schnell mit vielen Fragezeichen im Kopf da. Was mir von Anfang an aber sehr geholfen und gefallen hat, war es, mich mit anderen aus dem Studium zu vernetzen und gemeinsam an Problemen zu arbeiten und uns gegenseitig zu helfen. Das war neu für mich, weil ich davor in der Schule immer eher im Alleingang gelernt habe.

An meinem Studium besonders interessant finde ich:
Den Prozess zu beobachten, wie sich im Laufe der Zeit Wissenslücken füllen und wie die vielen kleinen Schritte im Studienfortschritt und die Fragen, die man stellt, langsam dazu führen, dass man die Welt um sich herum ein bisschen besser versteht und auch ganz alltägliche Dinge plötzlich mit anderen Augen sieht.

Wer hat mich zu diesem Studium inspiriert? 
Zuerst ein Bildlexikon, in dem ich als kleines Kind gern geschmökert habe und in dem ich die Seiten über Planeten immer am spannendsten fand und dann die Bücher von Stephen Hawking und den Science Busters. Und natürlich meine Eltern, die mich mit dem Lesestoff versorgt und somit mein Interesse geweckt, erkannt und gestärkt haben.

Aus diesen Gründen habe ich mich schlussendlich für mein Studium entschieden: 
Ich wollte mich selbst herausfordern – ich war vor dem Studium an einem humanistischen Gymnasium und der Fokus auf den naturwissenschaftlichen Fächern war leider sehr minimal und ich hatte Sorgen, dass ich am Anfang vom Studium nicht mitkommen werde. Schlussendlich habe ich mich aber dazu entschieden, dass ich meinem Interesse nachgehen will, um meinen Wissensdurst auf dem Gebiet zu stillen und ich habe gewusst es wird sich auszahlen, dass ich mich anfangs ein wenig durchbeißen muss.

Was ich einmal alles studieren/ werden wollte:
Zuerst wollte ich „Reiterin“ werden und auf einem großen Pferdehof mit vielen Tieren wohnen, dann wollte ich Informatikerin werden und zwischendurch auch mal Englisch- und Mathelehrerin.

Nach einem anstrengenden Uni-Tag entspanne ich am liebsten:
Entweder bei einem ausgedehnten Spaziergang durch den Wienerwald oder indem ich in meinem Zimmer alle Lichterketten einschalte und bei entspannter Musik in die Welt von einem guten Fantasybuch eintauche.

Außer studieren – das ist für mich positiv am Student*Innenleben:
Dass man so viele tolle neue Menschen kennenlernt, deren verschiedene Interessen und Persönlichkeiten eine sehr wichtige Inspirations- und Motivationsquelle für mich sind.
Und gerade in Wien sind die vielen Studentenrabatte in Museen, Kinos, etc. natürlich auch ein großes Plus 😉

So schaut’s auf meinem Schreibtisch aus:
Bevor ich mit dem Lernen beginne tadellos sauber und geordnet, sobald ich dann anfange Übungsaufgaben zu rechnen so als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Ich bin FIT-Botschafterin weil…
… ich mir wünsche, dass es irgendwann einmal nicht mehr so auffallend wenige Mädchen in technischen Berufen und Studiengängen geben wird. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass das jetzt auch nicht daran liegt, dass Mädchen weniger begabt in den Bereichen sind, sondern viel mehr daran, dass uns unser Werdegang dadurch erschwert wird, dass es noch nicht so viele weibliche Vorbilder gibt, in deren Fußstapfen wir treten können.

Meine Botschaft an Maturantinnen:

Lasst euch nicht von einem Lebensweg überzeugen, von dem ihr das Gefühl habt, dass er von euch erwartet wird. Versucht, euch eurer Interessen und Leidenschaften bewusst zu werden und folgt bei der Studien- oder Jobwahl nach der Schule eurem Instinkt und nicht dem, was euch andere vielleicht versuchen einzureden.
Außerdem: Habt keine Angst davor zu scheitern oder eine falsche Entscheidung zu treffen – jeder Stolperstein bedeutet eine Chance etwas Neues zu lernen und euch selbst neu zu entdecken und falls ihr keine Fußstapfen seht, in die ihr treten könnt, dann traut euch, den unberührten Weg zu gehen und so eure eigenen zu hinterlassen.