Veronika Bachleitner

Veronika hat an der Universität Wien Physik und Mathematik studiert.


Sprachen, die ich spreche: Deutsch, Englisch

Das könnte ich mit meinem abgeschlossenen Studium machen: Was wollen wir heute tun, Brain? Das was wir jeden Tag tun, Pinky, wir werden die Weltherrschaft an uns reißen! (Grundlagenforschung, bei der European Space Agency weiter ausbilden lassen, Forschung/Entwicklung in der Industrie, Wissenschaftskommunikation, Wissenschaftsjournalismus,… ahja, da war auch das mit dem Klimawandel und dem Atommüll und dem Planeten-Kolonialisieren und so.)

Ich bin FIT Botschafterin, weil ich finde, dass die Welt mehr Menschen braucht, die an sich selbst glauben und das machen was sie für richtig halten.

Was ich alles einmal studieren/ werden wollte: Klavier Konzertfach, Germanistik, Grafik Design, Film- und Medienkomposition, Schreibkunst,…

Aus welchen Gründen habe ich mich schlussendlich für mein Studium entschieden? Dieses künstlerische Zeug klang ja alles ganz interessant, aber mit allem davon hatte ich mich schon ein bisschen beschäftigt und fand: gut, das „kann“ ich ja irgendwo eh schon, und was bringt das eigentlich? Was tu ich mit mir? Also hab ich mir gedacht ich studiere etwas, das ich mir niemals selbst beibringen würde, etwas wo mir nie langweilig wird. Beste Entscheidung meines Lebens.

Mein Einstieg an der Uni/FH war: inhaltlich schwierig, da ich im Vergleich zu den vielen früheren HTL-SchülerInnen nichts wusste und viel mehr (Schul-)Physik noch nachlernen musste. Aber ich hatte unglaublich viel Spaß nachdem klar wurde, dass die Physikstudierenden ein sehr sozialer Haufen aus sehr asozialen Menschen sind.

An meinem Studium besonders interessant finde ich: Man studiert eigentlich nicht Physik, man studiert „Verstehen“. Es geht nicht darum, einzelne Konzepte zu lernen. Es geht darum das Verstehen an sich zu lernen! Ich kann mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, dass es irgendetwas geben könnte (Bedienungsanleitungen, Gesetzestexte, medizinische Studien, Höhere Mathematik,…), das ich nicht einigermaßen nachvollziehen könnte.

Nach einem anstrengenden Uni-Tag entspanne ich am liebsten mit Yoga… oder mit einer Serie vor dem Computer während ich schreie „Why? Whyyyy? Konnte ich nicht was leichteres machen?! Nein, natürlich nicht, wie auch, weils verdammt geil ist! Schwarze Löcher und so! Kernfusion! Fucking Space Travel! NA GUT!“ und nebenbei das alte 3D Pinball Space Cadet spiele.

Außer studieren – was ist für mich positiv am Student*innenleben? Ich kann mir die Zeit einteilen wie ich will, ich darf mich interessieren für was ich will (sicher über 10 Sportarten getestet!), ich kann im Prinzip wöchentlich meine Persönlichkeit ändern um zu schauen wer ich sein will, und es gibt unglaublich viele andere verrückte Studierende, neben denen man sich plötzlich relativ normal vorkommt.

So schaut’s auf meinem Schreibtisch aus: Stand-PC, zwei Bildschirme, ein Plüsch-Einhorn, eine solarbetriebende Einstein-Figur die sich gegens Hirn tippt – und mehr oder weniger Zeug: Da eigentlich mein ganzes Zimmer mein Schreibtisch ist, ist der eigentliche Schreibtisch oft frei und dafür liegen Mappen, Zettel, Kaffeetassen, erstaunlich gesundes Essen, Bücher und viele viele bunte Stifte am Boden, auf meiner Turnmatte, im Bett oder vor meinem Whiteboard herum. (Ich hab ein Whiteboard!)

Meine Botschaft an Maturantinnen: Macht was verrücktes. Macht das, was ihr immer machen wolltet. Werdet zu dem Menschen, den euer kindliches Ich einfach nur verdammt cool fände. Nehmt euch die Möglichkeiten die ihr habt, nehmt sie alle, und werdet zu dem Menschen, der ihr wirklich sein wollt.