Jana Kupka

Jana studiert Technische Chemie an der Technischen Universität Wien.


Sprachen, die ich spreche: Deutsch, Englisch

Das könnte ich mit meinem abgeschlossenen Studium machen:

Mit einem Abschluss in technischer Chemie stehen mir (und dir) praktisch alle Türen offen. Ob Forschung, Lehre, Produktion, Qualitätssicherung oder andere Gebiete, die nicht sofort mit Chemie verbunden werden wie z.B. Recycling oder Elektromobilität sind eine Möglichkeit. Mir persönlich ist es wichtig, einen Job zu finden der für mich Sinn macht, mich fordert, begeistert und mich bereichert – und da bin ich mit Chemie garantiert auf der sicheren Seite.

Ich bin FIT Botschafterin, weil es mir sehr am Herzen liegt, Frauen und Mädels zu motivieren und zu bestärken in die Technik zu gehen unter anderem deshalb, weil mir selbst (als eine Frau in der Technik) stark auffällt in jeder Vorlesung, Seminar, Praktikum etc. in der Minderheit zu sein. Auch die meisten Lehrkräfte an der TU Wien sind Männer. Frauen sind mindestens so begabt wie Männer und müssen „einfach“ mehr gefördert werden!

Was ich alles einmal studieren/ werden wollte:

Zu Schulzeiten hatte ich nie einen bestimmten Plan oder eine Vorstellung, was ich in Zukunft einmal machen möchte. Das lag alles so weit in der Zukunft, dass ich nicht das Bedürfnis hatte, mir einen großen Kopf darüber zu machen. Allerdings haben mich schon immer Naturwissenschaften angezogen.

Aus welchen Gründen habe ich mich schlussendlich für mein Studium entschieden?

Nach einem (nicht so glücklichen) Jahr, indem ich 2 andere Studiengänge ausprobiert habe, habe ich mich relativ spontan für Chemie entschieden. In Österreich darf man 2x ein Studium wechseln, bevor die Studiengebühren nicht mehr vom Staat übernommen werden. Als letzten Versuch, bevor ich die Universität im Allgemeinen „aufgeben“ wollte, habe ich mich schlussendlich für Chemie inskribiert – Gottseidank! 

Mein Einstieg an der Uni/FH war…

…Sehr schwierig. Ich war komplett überfordert, voller Selbstzweifel und dauerhaft gestresst. Jetzt bin ich viel lockerer, entspannter und selbstsicherer.

An meinem Studium besonders interessant finde ich:

…Wie sich nach und nach, mit voranschreitendem Studium, die „Puzzleteile“ der Chemie zusammensetzen und man ein immer klareres Bild erhält. Was anfangs einschüchternd gewirkt hat, ist nun keine Herausforderung mehr. Außerdem finde ich es toll, so viel Zeit im Labor verbringen zu dürfen, um praktische Fähigkeiten zu erlernen.

Nach einem anstrengenden Uni-Tag entspanne ich am liebsten

…Bei einem guten Abendessen mit FreundInnen, mit einem Eis in der Hand spazierend durch die Stadt, mit meiner Mama telefonierend oder auch ganz oft alleine mit Netflix und einer Tasse selbstgemachtem Chai im Bett.

Außer studieren – was ist für mich positiv am Student*innenleben?

…Die vielen neuen und unterschiedlichen Leute, die man kennenlernt, mit denen man eine gewisse Leidenschaft teilt und die neuen Freundschaften, die eventuell entstehen.

…Die freie Zeiteinteilung und das Lernen von Selbstdisziplin (die braucht man unbedingt zum Studieren!)

…Studierendenrabatte im Museum, günstige USI-Kurse und andere Kurse, Studierendenöffiticket, und und und… 😉

Was hier allerdings mit Absicht nicht angeführt ist: die Ferien.

Denn im Chemiestudium hat man zwar offiziell auch mehrere Monate im Jahr frei, allerdings habe ich (und meine StudienkollegInnen) viel Zeit im Sommer und Februar im Labor oder lernend für Prüfungen verbracht.

So schaut’s auf meinem Schreibtisch aus:

Meist ordentlich und aufgeräumt, denn dann kann ich mich besser konzentrieren. Im Idealfall stehen auch noch Blumen und eine Tasse Tee drauf.

Meine Botschaft an Maturantinnen:

Macht das, was IHR wollt und was eure Leidenschaft ist! Was die Gesellschaft womöglich von euch erwartet, womit man die besten Jobchancen/Gehalt hat etc. ist komplett unwichtig. Wichtig ist, dass ihr Freude an eurem Studium habt – der Rest kommt von selbst. Und wenn ihr lieber zuerst Reisen oder Arbeiten wollt, dann macht das und fangt erst später zu studieren an (oder gar nicht, falls ihr das nicht wollt). Die Welt steht euch offen und auch „Fehler“ und „Fehlentscheidung“ sind in Ordnung – aus denen lernt man nämlich auch extrem viel!