Rubenzucker, Stefanie

 

 

Stefanie studiert das Masterstudium Chemie an der Universität Wien.


Sprachen, die ich spreche: Muttersprache: Deutsch, sonstige Sprachen: Englisch, Französisch, Italienisch, Norwegisch

Das könnte ich mit meinem abgeschlossenen Studium machen:

Die Welt retten… oder ins Verderben stürzen 😉 Aber ernsthaft: Mit einem Chemiestudium sind (fast) keine Grenzen gesetzt. Von ökotoxikologischen Fragestellungen wie die Analyse von Schwermetallbelastung unserer Gewässer, über Medikamentenforschung bis zur Entwicklung neuer (nachhaltiger) Materialien, es stehen viele Möglichkeiten offen. Forschung und Lehre auf der Universität sind ebenso möglich, wie eine Arbeit in der Privatwirtschaft.

Ich bin FIT Botschafterin, weil…

ich selbst vor vielen Jahren die Möglichkeit hatte an den FIT Infotagen teilzunehmen und diese zwei Tage in toller Erinnerung behalten habe. Die Motivation, das Selbstvertrauen und die interessanten Einblicke, die ich damals bekommen habe, möchte ich nun gerne anderen bieten.

Was ich alles einmal studieren/ werden wollte – meine Bildungslaufbahn:

Quer durch den Gemüsegarten: Konditorin wie meine Mama, Floristin, Tierärztin, Lehrerin, Stewardess, Architektin, Informatikerin, Kultur- und Sozialanthropologin, Dolmetscherin undundund.

Tatsächlich maturierte ich in einem Realgymnasium mit neusprachlichem Schwerpunkt, studierte anschließend ein Jahr Biologie und wechselte danach auf Chemie. Zwischenzeitlich schnupperte ich in andere Studienrichtungen wie Kultur- und Sozialanthropologie und Umwelt- und Bioressourcenmanagement hinein, treu geblieben bin ich allerdings nur der Chemie (und das, obwohl ich das Studium fast zugunsten einer Lehre abgebrochen hätte).

Aus welchen Gründen habe ich mich schlussendlich für mein Studium entschieden? Gab es außer Interesse noch weitere Überlegungen?

Ich fand Chemie bereits in der Schule faszinierend, hatte mit 13 aber leider noch nicht das Selbstvertrauen, mich gegen mein Umfeld durchzusetzen und auf eine Chemie HTL zu wechseln. Nach meiner Matura traute ich mich, abgeschreckt von den vielen Horrorgeschichten, noch immer nicht ganz über das Chemiestudium, so begann ich zuerst Biologie zu studieren. Spätestens bei den chemischen Laborübungen merkte ich aber wieder meine wahre Leidenschaft und bestärkt durch meinen damaligen Übungsleiter entschied ich mich dann schlussendlich doch für ein Chemiestudium. Der Hauptgrund meiner Studienwahl war das Interesse an der chemischen Forschung. Dass die Jobaussichten später alles andere als schlecht sind, ist natürlich ein netter Nebeneffekt, sollte aber nie ausschlaggebend für die Studienwahl sein. Denn was nützt der bestbezahlteste Job, wenn man ihn nicht gerne macht.

Mein Einstieg an der Uni war:

aufregend. Dass es nicht wie in der Schule einen festen Klassenverband und Anwesenheitspflicht beim Unterricht gibt, hat mich im ersten Semester mein Studierendenleben etwas zu sehr genießen lassen. 😛 Nach der ersten Eingewöhnungsphase habe ich aber ein gutes Maß an studieren und feiern gefunden.

An meinem Studium besonders interessant finde ich:

Die vielfältigen Forschungsmöglichkeiten. Vor allem bei der Bachelorarbeit und im Masterstudium bekommt man haufenweise Einblicke in die aktuellsten Forschungen, super spannend! Ebenfalls super finde ich die vielen Laborübungen! Mehr als ein Drittel des Curriculums besteht aus Praktika.

Nach einem anstrengenden Uni-Tag entspanne ich am liebsten, indem ich…

mit meinem Freund faul auf der Couch liege und meinen Netflix-Account durchzappe, Sport mache, mich mit Freund*innen treffe, oder ganz banal: lange schlafe

Außer studieren – was ist für mich positiv am StudentInnenleben?

Das Selbstständigwerden, sich selbst organisieren und Verantwortung übernehmen. Außerdem möchte ich mein Engagement bei der österreichischen Hochschüler_innenschaft nicht missen, ich habe dabei viel gelernt und viele nette Menschen getroffen, einige davon sind mittlerweile sogar gute Freund*innen.

So schaut’s auf meinem Schreibtisch aus:

Gibt’s nicht. Zu Hause lernen funktioniert bei mir ganz schlecht, da setzt die Prokrastination ein und bevor ein Kapitel gelernt wird, wird notfalls die gesamte Wohnung geputzt. Ich mag die produktive Atmosphäre in Bibliotheken und lerne daher am liebsten dort.

Meine Botschaft an Maturantinnen:

1. Nichts ist unmöglich! Lasst euch nicht verunsichern und von euren Zielen abbringen, weil andere euch erzählen, dass ihr nicht die nötigen Fähigkeiten oder Kenntnisse hättet. Vieles kann man mit dem nötigen Willen lernen!

2. Nix ist fix! Heutzutage besteht ein gewisser Druck, sich mit 18 für ein Studium zu entscheiden, dabei zu bleiben und dieses schnellstmöglich durchzuziehen. Es ist aber vollkommen ok, wenn man nach dem ersten Semester merkt, dass man sich das Studium doch ganz anders vorgestellt hat und doch etwas Anderes machen möchte (was nicht heißen soll, dass man sich vor der Studienwahl nicht gut informieren sollte!). Oder nicht in Mindeststudienzeit studieren kann, weil man nebenbei arbeiten will/muss.